Star Wars: Battlefront im Just-Nerds Test - Viel Licht und viel Schatten

Quelle: Dice/EA
Quelle: Dice/EA

Nach unserem Vorabtest haben wir uns noch weitere Stunden der dunklen Seite der Macht ergeben und warten nun mit einem finalen Fazit und der Wertung auf. Bei diesem Artikel handelt es sich um die Ergänzung zu unserem Vorabtest von Star Wars Battlefront, mit der Sicht auf die dort noch nicht beachteten Dinge, sowie einem finalen Fazit und der abschließenden Wertung. Wir empfehlen daher vor diesem Text erst den Vorabtest weiter unten zu lesen, falls noch nicht geschehen, um voll umfänglich informiert zu sein.


Zunächst möchten wir noch einmal kurz auf den Mission-Mode eingehen. So ganz stimmt unsere Behauptung "es gibt keine Story" ja nicht. Tatsächlich wird jede der Survival-Missionen (Horde Modus) durch eine kleine Ingame-Cutscene eingeleitet und beendet. Allerdings geht es dabei meist darum, dass ihr irgendwo abgestürzt oder zurück gelassen wurdet und nun auf Rettung warten müsst. Einen kleinen Fauxpas erlaubt sich Dice dabei auch. In diesen kurzen Sequenzen sind immer zwei Charaktere zu sehen, egal ob ihr mit einem Kumpel im Koop spielt oder euch den Gegnern alleine stellt. So wirkt es dann schon etwas komisch, wenn man sich alleine, am Ende der Kräfte mit den letzten Fitzel Energie durch 15 Feindwellen gekämpft hat, nur um dann in der Outro-Sequenz einen Mitstreiter zu sehen der offenbar die ganze Zeit dabei war aber wohl zufällig immer genau hinter euch stand. Hier wären angepasste Sequenzen oder einfach ein KI-Mitstreiter logischer gewesen. Nichtsdestotrotz ändert das aber nichts an der Tatsache unserer Vorschau: Der Mission-Mode ist nichts weiter als ein Tutorial für den MP.

Quelle: DICE
Quelle: DICE

Damit wären wir dann auch nochmal beim Kern des Spiels, dem Multiplayer. Hier gewannen wir in der weiteren Testphase dein Eindruck, dass einige Modi etwas unbalanciert sind was dass Upleveling angeht. So haben wir in drei Runden Helden vs Schurken in knapp 15 Minuten beinahe fünf Level gut gemacht. In der selben Rundenzahl haben wir in anderen Modi bei deutlich längerer Spielzeit weitaus weniger Fortschritt gemacht. Wollt ihr also möglichst schnell euren Charakter aufleveln, empfehlen wir euch den Helden vs. Schurken Modus. 

Kommen wir auch noch einmal auf die generelle Modi-Auswahl zu sprechen. Zwar steht uns hier eine gute Anzahl an Modi zur Verfügung, leider unterscheiden sich einige davon aber nur wenig voneinander und werden dementsprechend auch nur wenig gespielt und wohl über kurz oder lang ein Schattendasein führen. Was man Dice aber positiv anrechnen muss sind die Maps. Zwar leiden diese unter einigen Design-technischen Mängeln oder haben schlicht ein etwas einfallsloses Grundlayout, allerdings haben die Mannen von Dice sich wenigstens die Mühe gemacht für die "kleineren" Spielmodi eigene Maps zu fertigen, statt einfach nur einen Ausschnitt aus den großen Maps herzunehmen.

Quelle: DICE
Quelle: DICE

Die Waffenauswahl, die wir im Vorabtest noch kritisiert haben, erwies sich im weiteren Test doch als verhältnismäßig abwechslungsreich - zumindest wenn man sich einmal von der Vorstellung eines "Battlefield in Star Wars Optik" gelöst hat. Trotzdem wäre etwas mehr Waffen-Modding durchaus eine nette Beigabe gewesen. Die nötigen Ressourcen hätte man durchaus freimachen können und zwar bei den Emotes. Sowas ist in einem MMO eine ganz nette Sache, in einem kompetitiven Shooter aber ziemlich sinnlos. Wo wir gerade bei sinnlos sind, kommen wir zur Charakterindividualisierung. Hier haben wir bereits kritisiert, dass die Optionen gelinde gesagt mager sind. Klar, es gibt neben div. menschlichen Köpfen auch Alien-Rebellen, allerdings erst ab Level 40 und dann auch nur in einer Form. Sprich, es gibt eine blaue Twi'Lek. Warum gibt man dem Spieler hier nicht einfach die Option für eine gelbe, grüne oder rote Haut? Auf der Seite des Imperiums sieht es noch magerer aus. Hier gibt es quasi nur Stormtrooper. Als ob das Imperium nicht genug Auswahl geboten hätte, seien es die Imperiale Ehrengarde, die Schiffsoffiziere usw. Für mich riecht das hier ein wenig nach "spare zum Release, so hast du DLC". Man darf gespannt sein ob hier nicht über kurz oder lang neue Skins als Micro Content auflaufen. Selbst wenn man unbedingt eine Beschränkung auf die Trooper halten möchte, dann gebt dem Spieler doch die Chance immer als Snowtrooper zu spielen oder eben als normaler Trooper, diese Auswahl trifft Battlefront nämlich in Abhängigkeit der bespielten Map von alleine.

Quelle: DICE
Quelle: DICE

Zum Itemsystem und der Fahrzeugzuteilung haben wir bereits genug gesagt, hier ist einfach zu viel Zufall im System und daher findet es nach wie vor nicht unseren Segen. Da einer der Modi ein reiner Fliegermodus ist, wollen wir auch noch kurz ein Wort zur Steuerung der Tie-Fighter und A bzw. X-Wings verlieren. Jeder der mal versucht hat in Battlefield mit einem Heli einen Dogfight zu führen wird bestätigen, bereits geradeaus fliegen ist eine Herausforderung, vom Kampf gegen andere Flugobjekte mal ganz zu schweigen. Hier geht Battlefront auch einen Schritt mehr in Richtung, naja, sagen wir mal Arcade. Es ist fast unmöglich durch einen Flugfehler abzuschmieren, außer man legt es darauf an. Die Steuerung der Flieger ist simpel, schlicht und eben einfach auf ein arcadiges Spielgefühl ausgelegt. Leider steuern sich die Flieger allesamt etwas schwammig und auch wenn die Cockpitperspektive richtig gut rüber kommt, ist sie aufgrund eines recht kleinen Bildausschnittes nicht wirklich gefechtstauglich. Generell kann man pauschal behaupten, Battlefront ist der Arcade-Ableger von Battlefield.

Ein allerletztes Wort zu den Versionsunterschieden. Eigentlich beteilige ich mich nicht am "Console War" und Pixelzählerei. Der Vollständigkeit wegen muss ich aber darauf hinweisen, dass Battlefront, wie auch schon Battlefield, auf der Xbox One sichtbar schlechter aussieht als auf der PS4. Offenbar hat Dice immer noch mit der Hard- und Software der Xbox One zu kämpfen. Vielleicht wären ein paar Nachhilfestunden bei Turn10, die die One super im Griff haben, da hilfreich. (SH)

FAZIT

Battlefield-Arcade im Star Wars-Look

Der Star Wars-Nerd in mir feiert nach wie vor. Dice hat sowohl optisch als auch akustisch das bislang beste Star Wars Spiel abgeliefert, umso mehr schmerzt mich nach wie vor die Abwesenheit eines guten Story-Modus. Ich muss ebenfalls einräumen, dass ich mit der falschen Grundhaltung an den Test herangegangen bin und einfach ein Battlefield im Star Wars Look angenommen hatte. Tatsächlich trifft es Battlefield-Arcade im Star Wars-Look wesentlich besser. Das alles ändert aber trotzdem nichts an den vorhanden Mängeln die Star Wars Battlefront den Aufstieg in die Königklasse in meinen Augen verwehren. Zu stark ist hier die Konkurrenz des „großen Bruders“ Battlefield und dem ebenfalls recht arcadigen CoD-MP. Das Grundgerüst steht jedenfalls und Hardcore-Sternenkrieg-Fans und alle denen Battlefield zu groß und komplex ist sollten, trotz MP only, mal einen Blick riskieren.


Gesamtwertung: 7,8/10

Wertungen

Grafik 9 / 10
Sound  10 / 10
Steuerung
8 / 10
Gameplay 7 / 10
Singleplayer 5 / 10
Singleplayer  X / 10 

AWARD

/



Übrigens, unsere dreiteilige "Angezockt"-Videoreihe findet ihr hier:


Download it:

Stream it:


Download
Review-Podcast #3
Nach dem Vorabtest haben wir uns nun für die Dunkle Seite der Macht entschieden. Im Reviewpodcast erzählen wir euch warum Star Wars Fans einer abgeht und vom sinnlosesten Feature für einen MP-Shooter ever.
Audioreview No 3 Star Wars Battlefront.m
MP3 Audio Datei 13.0 MB

We Love...

  • Der Sound
  • Die Umsetzung der Planeten, sei es Hoth, Endor oder Sollust
  • Helden vs Schurken Modus
  • Maps sehen alle samt sehr stimmig aus...
  • Verd...es ist Star Wars ;)

We don't Love...

  • Team- bzw Squadfeature fehlt, Teamplay wird nicht gefördert
  • Mission-Mode ist im Endeffekt nur ein Trainingsmodus
  • Xbox One-Version hängt grafisch hinterher
  • ...sind aber leider Design-technisch nicht immer optimal
  • Manche Modi ähneln sich zu sehr
  • Charakterindividualisierung ist eher Augenwischerei, riecht nach DLC



Star Wars Battlefront in der Just-Nerds Vorschau: Battlefield-Mod oder vollwertiges Spiel?

 

Kommende Woche erlebt eine Spielreihe ihre Wiederbelebung die erstmals auf Xbox, PS2 und PC ihr Debüt feierte: Star Wars: Battlefront. Wir haben uns vorab der Macht bedient und verraten euch in unserer Vorschau ob sich der Day-1-Kauf lohnt oder nicht. Wundert euch bitte nicht über die Bezeichnung "Vorschau", auf Grund eines Embargo dürfen leider noch keine Tests oder Vorabreviews veröffentlicht werden ;)

 

Es war einmal vor langer Zeit...

…. Naja, eigentlich sollte hier jetzt etwas zu Story und Handlung stehen, leider gibt es diese nicht. Im Gegensatz zum Bruder Battlefield, dass wenigstens eine Alibi-Kampagne bietet, geht Battlefront in seiner neusten Auflage leer aus. Der Verzicht auf eine Kampagne, und sei sie noch so kurz und fadenscheinig, wurde bereits bei Titanfall stark kritisiert. Ok, so ganz fehlt der Singleplayer nicht. Es gibt einen Spielmodus für Solisten bzw. 2er Koop, aber Dice verkauft ihn uns zurecht nicht als Singleplayer und nennt ihn stattdessen Mission-Mode. Fangen wir also damit an. Hier erwarten euch zunächst diverse Tutorials, die euch auch schon einmal ans Steuer eines AT-ST und eines X-Wings setzen. Der Rest besteht aus zwei Teilen. Teil 1 ist quasi Team-Deathmatch gegen Bots. Wahlweise tretet ihr zu zweit oder mit KI-Support gegen eine Bande Bots an. Eine mehr schlechte als rechte Vorbereitung auf die echten Multiplayergefechte. Der zweite Teil besteht aus einem schlichten 15-Wellen-Horde-Modus. Der Clou dabei: Ihr teilt euch die Bildschirmleben, könnt aber weitere einsammeln. Ansonsten erwartet euch Standardkost gegen immer stärker werdende Gegnerwellen. Auf "Schwer" sind diese noch gut alleine zu meistern, darüber solltet ihr euch durchaus einen Buddy an die Seite holen. Das war es dann aber auch schon zu den Solo/Koop-Modi. Durchaus schmal und ihr seht jetzt schon, als Solist könnt ihr getrost einen Bogen um Battlefront machen.

Quelle: Dice/EA
Quelle: Dice/EA


...in einer weit entfernten Galaxie...

Kommen wir also zum Kern des Spiels: Multiplayer. Hier erwarten euch wenige Neuerungen. Größte Auffälligkeit bislang – es fehlt das klassische "Jeder vs Jeden Deathmatch". Stattdessen bekommt ihr eine bunte Mischung aus Team-Deathmatch, Domination, Capture the Flag und King of the Hill Modi geboten. Mal gilt es Abwurfzonen zu sichern, mal sollt ihr sich bewegende Ziele eskortieren, mal tretet ihr als Held/Schurke gegen Standardgegner an. Helden und Schurken-Einheiten? Ja was wäre Star Wars ohne seine Helden? Jeweils drei dieser extrem starken Einheiten stehen euch auf jeder Seite zur Verfügung. Für die Rebellenallianz treten Luke Skywalker, Han Solo und Leia Organa an. Das Imperium fährt dagegen Darth Vader, Boba Fett und den, etwas deplaziert wirkenden, Imperator Palpatine auf. Diese Einheiten sind auch nur in der 3rd-Person-Ansicht zu steuern und verfügen über spezielle Fähigkeiten. Hier findet ihr neben Vaders obligatorischem Machtwürgegriff z.B. auch die legendären Force Lightnings des Imperators und Bobas Jetpack. Dice glaubt sogar so sehr an diese Übereinheiten, dass man ihnen gleich zwei eigene Modi spendierte.

Helden vs Schurken möchten wir an dieser Stelle gesondert herausheben, da uns dieser Modus überraschenderweise am meisten Spaß machte. Hierbei tretet ihr mit zwei Sechs-Mann-Teams gegeneinander an. Der Clou dabei, je drei Spieler übernehmen eine Heldeneinheit, die anderen drei gehen als normale Einheiten an den Start – vorerst. Nun gilt es die gegnerischen Helden zu eliminieren. Sind alle Helden erledigt, gibt es einen Punkt. Hat euer Team fünf Punkte erreicht, habt ihr gewonnen. In jeder Runde werden die Heldenrollen neu zugeteilt. Der Gag an der Sache ist folgender: werdet ihr als normale Einheit gekillt, was recht schnell geht wenn ihr auf einen Helden trefft, habt ihr die Option als Ehrendgardist zu respawnen. Diese Einheiten sind einiges stärker als der normale Feld- und Wiesentrooper, verfügen über stärkere Bewaffnung und können dadurch auch den Helden empfindlich weh tun. Tod ist also durchaus eine taktische Option. Daneben gibt es auch noch den Luftkampf. Hier stürzt ihr euch wahlweise als X- oder A-Wing bzw Tie-Bomber/Fighter in den Luftkampf. Battlefieldveteranen kennen diesen Modus bereits, nur eben mit Helikoptern. Allerdings wurde die Steuerung bei Battlefront dramatisch vereinfacht zu Gunsten schneller, arcadiger Dogfights. Sammelt ihr das passende Goodie ein, verwandelt ihr euch übrigens in den Millenium Falcon bzw. die Slave 1. Nichts Besonderes aber eine nette Abwechslung vom Fußgängeralltag.

Quelle: Dice/EA
Quelle: Dice/EA

Last but not least fehlt noch der "große" Modus. Dieser nennt sich hier Walker Assault. Dabei treten 20 Rebellen gegen 20 Imperiale an. Ziel des bereits aus der Beta bekannten Modus ist der Schutz mächtiger AT-ATs und die Einnahme diverser Funktürme, oder die Verteidigung der selben da man nur damit die Y-Wings rufen kann und den Walkern ernsthaft schadet. Daneben gibt es auf Rebellenseite Land- und Snowspeeder. Alternativ steuert ihr AT-STs für das Imperium. Erfreuliches Detail am Rande: Dice hielt Wort und feilte nach der Beta an der Balance. Mittlerweile sind die Duelle wirklich recht ausgeglichen und nicht mehr zu Gunsten des Imperiums.

Natürlich gibt es auch hier die mächtigen Heldeneinheiten. Dieses aktiviert ihr durch einsammeln entsprechender Items. Wirklich schlachtentscheidend sind die Helden aber auf Grund der Mapgröße nicht.


Sammelwahn und Zufallstreffer

Damit kommen wir auch direkt zu einem Punkt der bereits in der Beta zu Recht kritisiert wurde. Sammelperks. Diese verleihen euch nach dem Auflesen einmalig den Einsatz eines speziellen Items. Hier finden sich stationäre Geschütze, Schilde, Thermalimploder, Raketenwerfer uvm. Das Problem an der Sache ist, ihr seht vorher nicht welches Item ihr einsammelt. Findet ihr ein neues Item könnt ihr zwar austauschen, seht aber erneut nicht was ihr dafür bekommt. Taktisch wäre es interessanter wenn man gezielt bestimmte Items suchen und einsammeln könnte. Unser Favorit ist übrigens der Thermalimploder, der hat einfach einen geilen Sound. Dieses selbe Zufallsprinzip gilt dann auch bei der Aktivierung von Fahrzeugen. Im Gegensatz zum Bruder Battlefield wo diese respawnen und abholbereit auf der Map stehen, was natürlich wesentlich mehr Taktiken ermöglicht. Hier mutet Battlefront einfach wie ein Battlefield Arcade an. Verschenktes Potential, meinen wir.

Quelle: Dice/EA
Quelle: Dice/EA

Das selbe Drama findet sich bei den Waffen wieder, wobei es hier ein wenig Geschmacksache zu sein scheint. Während die einen Spieler sich über fehlendes Nachladen, mangelhaftes Feedback (Rückschlag, Verzug) beschweren, argumentieren die anderen hier mit der "Natur der Sache". Ein Laser hat nun einmal keinen Rückstoß im Gegensatz zu einem Explosivgeschoß. Kann man mögen, muss es aber nicht. Was definitiv in den Bereich suboptimal fällt ist der Vorteil einer Fraktion durch die Map an sich. Ein Beispiel: Versucht mal im Wald von Endor vor lauter grünen Büschen und Bäumen einen Rebellen zu finden der in braun und grün gekleidet ist. Dann versucht mal im Gegenzug einen weiß-gerüsteten Sturmtruppler im grünen Wald zu finden. Ihr merkt worauf wir raus wollen, der Spieß dreht sich natürlich auf Eisplaneten wie Hoth um. Wenn man schon Freischaltbares/Freispielbares anbietet, dann wären anpassbare Tarnungen hier die bessere Alternative zu den momentan freispielbaren Köpfen. Mal ehrlich, wer will denn einen Sturmtruppler ohne den ikonischen Helm. So bleibt die optische Anpassung der Charaktere recht uninteressant.


Dead Man's Hand

Etwas interessanter sind dagegen die Starcards. Dieses System lehnt sich ein wenig an die Burncard von Titanfall an. Mit den erspielten Credits kauft ihr euch Starcards. Dies können zum Beispiel diverse Granaten, ein Jumppack, schnellere Waffenkühlung oder sonst was sein. Drei dieser Karten könnt ihr dann zu einer Hand zusammenfassen. Starcards sind quasi Perks und eine Hand ein Loadout. Nach Abschluss jeder Runde könnt ihr euch alternierende Hände zusammenstellen, später sogar mehrere die sich beim Respawn ändern lassen. Hier bieten sich interessante Kombis an, zumal auch einige der Sammelperks einen Einfluss auf eure Hand haben kann. Im Gegensatz zu den Burncards bleiben euch die Starcards allerdings erhalten und haben lediglich einen Cooldown von einigen Sekunden (der sich durch ein Upgrade noch verkürzen lässt). Natürlich lassen sich auch weitere Wummen freischalten, die sich leider aber zu wenig unterscheiden für unseren Geschmack.

Quelle: Dice/EA
Quelle: Dice/EA

 

Star Wars – Porentief

Ein dickes Lob muss man den Sounddesignern aussprechen. Battlefront ist eine Wucht. Seien es die zischenden Laserstrahler (Piu..Piu :)) oder das Surren der Lichtschwerter. Die Lizenz wurde hier perfekt umgesetzt. Einzig die falschen Stimmen (wir beziehen uns auf die deutsche Synchronisation) von Vader und Co schmälern hier den ansonsten fast perfekten Eindruck. Auch die Optik weiß zu begeistern. Battlefront gehört aktuell zu den schönsten Shootern auf Konsole. Umso mehr schmerzt es den Star Wars Nerd in mir, dass man darauf nicht einen, entschuldigt den Ausdruck, hammerscheissdrecksgeilen Singleplayer darauf aufbaut.

 

Teamspiel ohne Team

Einen, in meinen Augen, ganz dicken Klops liefert man aber mit dem Aspekt "Teamplay" ab. Es existiert quasi nicht. Wo euch Battlefield die Möglichkeit zur Squadbildung gibt, (natürlich abhängig vom Spielmodus) dürft ihr euch in Battlefront lediglich mit einem Partner zusammenschließen. Vorteile habt ihr dadurch aber quasi keine. Ok, der Partnerspawn spart euch bisweilen einen 20-Sekundenn-Laufweg, aber sonst gibt es keine Boni. Wo Battlefield euch mit Squadpunkten für Teamplay belohnt ist es Battlefront gewissermaßen egal. Hier wünschen wir uns auch die Einführung von Squads (es soll ja Spieler mit mehr als einem Freund geben) und entsprechenden Boni für Teamplay. Sei es ein kleiner XP-Boost wenn man beim Partner bleibt oder eben der obligatorische XP-Zuschuß für den Teamspawn etc usw pp...

Wieso Dice sich hier nicht einfach beim altbewährten Kram aus dem eigenen Haus bedient ist mir ein Rätsel. So entsteht einfach über das ganze Spiel der Eindruck dass man zwar Teams haben möchte, aber den Spielern keinen Anreiz bietet als Team zu agieren. Das wirkt einfach halbherzig und wäre bei einem Erstlingswerk zu verzeihen. Da Dice aber bereits massig Erfahrung im Bereich Teamshooter vorweisen kann wirkt diese Entscheidung noch unverständlicher. Habt ihr es übrigens geschafft einen Freund als Partner zu markieren und wollt mit diesem zusammen ein Spiel betreten, dann hat der Partner nach Auswahl des Modus ein Zeitfenster von 2-3 Sekunden um zu joinen. Verpasst er das, muss er umständlich versuchen beizutreten in der Hoffnung, dass noch Plätze frei sind. Ein Automatismus der den Mitspieler automatisch "mitschleift" tut hier dringend Not. (SH)

 

Disclaimer: Es handelt sich hierbei um eine Vorschau ohne Wertung. Wir haben bislang ca. 6h im Mission-Mode verbracht und knapp 15h in die diversen Multiplayermodi. Sollte sich unser Eindruck im Lauf der Testphase signifikant ändern, werden wir dies, zusammen mit der endgültigen Wertung, in einem Update nachreichen.

Vorab-Fazit

Rebellion ja, Revolution eher nein

Wow, mein Fanboyherz schlägt schneller. Battlefront sieht geil aus und der Sound lässt meinen Chewie-Schlübber feucht werden. Die Vielfalt der Modi ist ok und gerade die „Exoten“ wie Helden vs Schurken bringen eine nette Abwechslung im TDM-Alltag. Das Waffenhandling ist sicher Geschmacksache, fühlt sich aber mangels Rückstoß und Verzug arcadiger an als bei einem Battlefield. Die große Frage die ich mir gestellt habe bzw. der Aspekt unter den ich diese Vorschau gestellt habe war: Lohnt sich ein Day-1-Kauf? Die Frage würde ich momentan eher mit Nein beantworten (und dabei geht ein Stich durch mein Fanboyherz). Mir fehlt hier einfach das Basic des Teamplays bzw. das Einmaleins des Partysupports. Hier muss Dice dringend nachlegen um auch das Gruppenspiel attraktiver zu machen und Gruppenspieler zu belohnen. Neben Battlefield, CoD und Titanfall fehlen mir hier, abgesehen von der Lizenz, einfach die Gründe Day-1 zu einem weiterem MP-only Shooter zu greifen. Den Verzicht auf einen Singleplayer verstehe ich zwar nicht, würde ihn aber wie schon bei Titanfall nicht als Grund für einen Wertungsabzug sehen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0