Dragon Ball Fusions im Just-Nerds Test: Absoluter Fanservice

Zugegeben, ich kenne mich mit dem Dragonball Manga und dem Anime nicht wirklich aus. Dennoch war nach der Europa-Ankündigung von Dragon Ball Fusions und den dazugehörigen Trailern klar: „Hey, das sieht doch echt interessant aus - das will ich ausprobieren“. Mit seinem "Schere-Stein-Papier"-Prinzip ist Fusions doch ganz anders als die bisherigen Beat'em Up-Ableger, wie zum Beispiel Dragonball Xenoverse. 

[Quelle: Namco Bandai]
[Quelle: Namco Bandai]

Finde deine sieben Dragon Balls...

Das Abenteuer beginnt ganz profan beim Erstellen des eigenen Charakters. Dabei können wir neben dem Geschlecht auch die Körpergröße, das Gesicht und die Frisur aus vorgefertigten Bauteilen zusammenstellen. Ist das erledigt, starten wir mit unserem Freund und gleichzeitigem Rivalen Pinich auf einer satten grünen Wiese und schnappen uns den letzten Dragon Ball. Dieser siebte und entscheidende Dragon Ball erlaubt es, Pinichs Wunsch nach einem Turnier, an dem nur die Besten der Besten aus allen Universen teilnehmen sollen, zu erfüllen.

Shenlong, der grüne Drache, erfüllt Pinich diesen einen Wunsch und alsbald landen wir in einer eigens für das gewünschte Turnier kreierten Welt. Um überhaupt zum Turnier zu kommen, müssen wir uns aber Ebene für Ebene weiter nach "oben" kämpfen. Jede Ebene stellt eine eigene kleine Welt dar. Diese bestehen dann aus schwebenden Inseln, kleinen Ansiedlungen oder riesigen Naturschauspielen, wie etwa Wasserfällen. Der 3DS zaubert trotz limitierter Möglichkeiten eine hübsch anzusehende Welt zusammen.

 

... und deine Wünsche werden wahr.

Doch so ganz alleine bis zur Turnierebene zu kommen, ist nicht möglich. Viel mehr müssen wir insgesamt fünf Charaktere zu einem Team formen, um bestehen zu können. Anfangs suchen wir uns unsere Leute zusammen in dem wir uns von der seichten, dahinplätschernden Geschichte führen lassen. Wir treffen auf bekannte Charaktere, wie Son Goku, Son Gohan, Bulma oder auch Vegeta. Gerade das Zusammentreffen von vielen verschiedenen Dragon Ball Generationen st schon Fan-Service pur aber auch das Spiel nimmt diese Situation mit lockeren Sprüchen aufs Korn.

[Quelle: Namco Bandai]
[Quelle: Namco Bandai]

Mit typischen 08/15-Aufgaben, wie das Durchfliegen von Checkpoints oder dem klassischen Botengang, will Fusions abseits der Kämpfe, zu denen ich gleich kommen werde, für Abwechslung sorgen. Das klappt aber nicht wirklich, da diese Aufgaben keinen großen Mehrwert bieten oder mit irgendwelchen besonderen Belohnungen daherkommen. Spätestens nach dem dritten Mal Checkpoints abfliegen ist man schon etwas gelangweilt. Immerhin kommt bei solchen Aufgaben die gelungene Steuerung zum Tragen: die Kamera dreht sich automatisch mit der eigenen Figur, was gerade beim Fliegen wirklich angenehm ist.

 

Ching-Chang-Chong

Der wirkliche Kern von Dragon Ball Fusions sind sowieso die klassischen Kämpfe und hier, soviel darf man schon verraten, trumpft das Spiel wirklich auf. Jeder Charakter hat nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip ein bestimmtes Attribut, wie z.B. Kraft oder Geschwindigkeit. Für den eigenen Charakter kann man dies zu Beginn der Geschichte selbst festlegen. Kräftige Charaktere sind zwar langsam, können aber beispielsweise technisch-versierten Charakteren mehr Schaden zufügen, während technisch-versierte Charaktere eher den Geschwindigkeitstypen Probleme bereiten. Dank immer eingeblendeten "Attribute-Kreis", sehen wir die Vor- und Nachteile jederzeit auf einen Blick.

Rundenbasiert wählen wir mit dem jeweiligen Charakter aus, was dieser tun soll. Wir können mit Nahkämpfen nah an Gegner ran oder probieren es mit KI-Angriffen von weiter weg aus. Ziel ist es grundsätzlich, den Gegner KO zu schlagen oder diese aus dem Ring zu befördern. Innerhalb dieses Rings können wir unser 5er Team bewegen und diese so manövrieren (wenn sie an der Reihe sind), dass sie entweder zusammenstehen oder zumindest nicht in der Nähe von Gegnern. Haben wir Charaktere in der Nähe, können wir bei Angriffen sogar auf deren Unterstützung hoffen, um den Angriff noch stärker zu machen.

[Quelle: Namco Bandai]
[Quelle: Namco Bandai]

FUSION!

Eine wirklich interessante Idee, sind die Fusionen im Spiel. Wir können mindestens zwei passende Charaktere im Kampf fusionieren lassen. Dann haben wir zwar eine Figur weniger auf dem Feld, dafür aber eine stärkere Figur im Ring. Bevor das allerdings geht, müssen wir im Kampf erst einmal ein bisschen ausgeteilt haben, damit sich die entsprechende Leiste füllt. Auch ist es möglich, ganze 5er Fusionen durchzuführen - cool!

Dank vielfältiger Fähigkeiten ist auch optisch für Abwechslung gesorgt. Auch gut: man muss nicht immer passiv zusehen, sondern ist immer irgendwie aktiv im Geschehen drin. Sei es das blocken mit dem Schiebepad oder dem KI-Angriffen, die wir aus der Nähe oder Ferne im Fusions-Modus auf unseren Gegner abgeben. Das sorgt immerhin für eine gewisse Dynamik. Klar, irgendwann hat man alles irgendwie dann auch mal gesehen, gerade weil das Spiel in teilen doch recht grindlastig ist, aber immerhin schläft man nicht durch bloßes zugucken ein.

FAZIT

Dragon Ball Fusions hinterlässt auf dem 3DS eine recht ordentliche Figur. Die Spielwelt ist hübsch und es macht wirklich Spaß an den großen Inseln vorbeizufliegen, so blöd es auch klingen mag. Das Gameplay überzeugt dank überraschend hoher Tiefe und mit den zig hunderten anheuerbaren Charakteren ist auch eine gewisse Langzeitmotivation gegeben, zumal man auch Multiplayer-Kämpfe austragen kann, die sich ungefähr nach der eigenen Teamstärke richten. Fans der Dragon Ball Serie werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.Wer allerdings, so wie ich, nicht wirklich viel mit der Serie zu tun hat und hatte, wird sicherlich ein bisschen Anlauf brauchen, um die Beziehungen der Figuren untereinander zu verstehen. Auch wird sicherlich der ein oder andere "Wow"-Moment flöten gehen. Letztlich habe ich mit Dragon Ball Fusions dennoch meinen Spaß gehabt und werde diesen auch noch eine Weile haben, für eine paar Kämpfe zwischendurch taugt das Spiel auf jeden Fall.(PM)

Disclaimer: Diese Spielekritik wurde uns freundlicherweise vom Gastautor PhilCassidy (der echte Name ist der Redaktion bekannt) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank. Ihr wollt euch auch auf Just-Nerds.de verewigen? Dann schreibt uns über unser Kontakformular


Gesamtwertung:  7,5

Wertungen  
Grafik 8 / 10
Sound  7 / 10
Steuerung 9 / 10
Gameplay 8 / 10
Multiplayer 7 / 10
Singleplayer  7,5 / 10 



We Love...

  • Hübsche Spielwelt und tolle Effekte
  • Eine Vielzahl an Charakteren anheuerbar
  • Dynamisches "Schere-Stein-Papier"-Prinzip
  • Multiplayer-Modus

We don't Love...

  • Einseitige Aufgaben
  • Irrelavante Handlung


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